Grußwort der Gemeinde Wickede (Ruhr)

Als vor hundert Jahren Männer aus Wimbern eine Schützenbruderschaft gründeten, zählte die Gemeinde Wimbern um die 230 Einwohner, Knechte und Mägde auf den grossen Höfen mitgerechnet. Knapp die Hälfte der Einwohnerschaft war männlichen Geschlechts, ohne das man Schützenbruder schließlich nicht werden konnte – keine große Basis für eine Schützenbruderschaft.

Außer im „Dorf“ wohnten die Einwohner Wimberns in mehreren kleinen „Wohnplätzen“ oder „Colonien“, wie man das damals nannte, und die Kirche stand wie noch heute recht weit ab in Barge, was zur Nachbargemeinde gehörte. Da war es für das Zusammengehörigkeitsgefühl eine gute Sache, daß sich Wimberner zu einer Schützenbruderschaft als einem einigenden Band in der kleinen, aber „verstreuten“ Gemiende zusammenfanden.

Im Laufe ihres nun 100jährigen Bestehens gingen auch schlechte Zeiten über die Schützenbruderschaft hinweg, zwei Weltkriege, die Not der Nachkriegsjahre; sie hat es überstanden und brachte es fertig, sich mit viel Eigenmitteln, noch mehr Arbeitsleistung der Schützenbrüder eine schöne Schützenhalle zu schaffen und zu erhalten, ohne die ein Gemeinschaftsleben nicht denkbar wäre.

Zum Jubelfest hat sich die Schützenbruderschaft vorgenommen, in einer Festschrift erstmalig die Geschichte auch der alten Gemeinde Wimbern darzustellen, was viel Arbeit, Zeit und Sachverstand erfordert.

Rat und Verwaltung der Gemeinde Wickede (Ruhr) danken der St. Johannes Schützenbruderschaft Wimbern für alles, was sie in den hundert Jahren ihres Bestehens für wimbern getan hat, gratulieren ihr recht herzlich zum Jubiläum und wünschen ein schönes Jubiläums-Schützenfest 1991 und für die Zukunft alles Gute.

Werner Koenig, Bürgermeister
Franz Haarmann, Gemeindedirektor