Ein weiteres Gedicht

In Wimbern ob diärn Schüttenfest

In Wimbern ob diärn Schüttenfest
doo was de Stimmung allerbest.
De Mensken harren viel Pläsoier
unn drünken manchet Pöttken Boier.

Säu üm elfe dann Geblitze unn Geknalle
Dää – duister is de Schüttenhalle.
Et gaff en fürchterlich Düöroin
kost keine Hand vüör Äugen seihn.

Dai Musikkiärls samt Messter „Hille“
dai sind op einmoal äuk fast stille,
man häört bläus noh de Pauke goohn
dai kann me ohne Näuten schlaon.

Dai Frauluie da sind am schriggen
im Duistern lätt sick biätter friggen.
Föör jungen Luie doch ganz schoin
ob em Schüttenfeste säun Düöroin.

Nä, nä – dat is doch nit mal schlecht
säon Fest de fuiern ohne Lecht.
Säu kann me wirklich nix de tau
wenn me verluiset de eigene Frau.

Diäm ober kannste äuk nitt winken
mass annerer Luie Boier drinken,
me kann sick kribbeldicke siupen
un üöwer Disk un Bänke kriupen.

Et giett im Liäwen dumme Saaken
do kann me sick äuk Spaß met maaken.
Fäör manchen wass dat mol ganz schoin
böim Schüttenfeste säun Düöroin.